
Bezeichnet den Abstand von der Grundlinie einer Zeile zur nächsten Grundlinie. Gemessen wird dieser Abstand in der Regel in Punkt (pt) oder in Milimeter. Der „ZAB“ steht in Abhängigkeit zur Punktgröße einer Schrift und ist mitentscheidend für die Lesbarkeit eines Textes.Dabei wird folgende typografische Grundregel angewendet:1. Je länger die Textzeile (in Abhängigkeit der Anschläge pro Zeile), desto großzügiger sollte der Zeilenabstand gewählt werden. Warum? Weil das Auge bei längeren Zeilen größere Schwierigkeiten hat, den Zeilenanfang der nächsten Zeile zu finden.2. Der Zeilenabstand sollte in jedem Fall größer sein, als der Abstand zwischen den einzelnen Wörtern einer Zeile. Andernfalls wird die Zeilenbildung gestört (Fleckenbildung), die wiederum stark die Lesbarkeit eines Textes beinflußt.Bei der Beurteilung der Lesbarkeit achtet man eher auf den „Durchschuß“. Dieser beschreibt den optisch-wahrnehmbaren Weißraum zwischen den Textzeilen. Gemessen wird der Durchschuß von der Unterlänge (g, p, q) der oberen Zeile bis zur darunter liegenden Oberlänge (f, l, t) oder Versalhhöhe der nächsten Zeile.